von Matthias Schwetje
Am 7. und 8. Mai besuchten wir Frankfurt – die Stadt im Herzen Europas, die nicht nur für ihre Banken und Wolkenkratzer berühmt ist. Zwei intensive, aber spannende Tage boten uns – wie jede unserer Reisen – viele neue Einblicke.
Und zwischendurch blieb auch Zeit, das Frankfurt jenseits der bekannten Klischees kennenzulernen. Ein Reisebericht: Unser erster Tag begann mit Blick auf die Skyline. Wir wurden von der internationalen Anwaltskanzlei Gleiss Lutz in einem Hochhaus in der Frankfurter Innenstadt empfangen. Drei Anwält*innen haben uns die Kanzlei und ihre persönlichen Berufserfahrungen vorgestellt und im Anschluss alle unsere Fragen bei einem Frühstücksbuffet beantwortet. Das war für viele von uns eine wichtige Möglichkeit hinter die Kulissen eines spannenden Berufsfeldes für angehende Jurist*innen zu gucken. Und davon sollte es in den nächsten Tagen noch mehr geben.
Gleich danach ging es weiter mit einem weiteren Kennenlernen in einer Kanzlei. Bird & Bird hat uns die Türen geöffnet. Hier bekamen wir einen Eindruck davon, wie eine Kanzlei arbeitet, die ständig mit neuen Entwicklungen Schritt halten muss.
Ob Kapitalmärkte oder neue Technologien, das Recht ist nicht nur statisch, wie man es von der Universität kennt. Und wie herausfordernd es sein kann in diesen Bereichen zu arbeiten wurde uns bei Bird & Bird beigebracht.
Nach einer wohlverdienten Mittagspause, wurde es danach Zeit, für ein Teil von uns, ein Ort zu besuchen für den Frankfurt weltweit bekannt ist: die Börse. Dort durften wir nämlich das Museum besuchen, das die Geschichte der Frankfurter Börse und des Wertpapierhandels im Allgemeinen nachvollzieht, und einem Vortrag, zu einem von uns gewählten Thema zuhören. So haben wir mehr über Börse, Dax und Aktienfonds erfahren. Auch die Geschichte des Bullen und des Bären, die den Platz vor dem Börsengebäude zieren haben wir gehört. Später am Abend durfte dann der obligatorische Gang in die Ebbelwoikneipe nicht fehlen, denn die Börse ist ja nicht das einzige was Frankfurt ausmacht. Und so ließen wir den Tag bei einem (gerippten) Glas Apfelwein und einem Schnitzel ausklingen.
Am nächsten Morgen versammelten wir uns vor dem nächsten Wahrzeichen Frankfurts: die EZB. Dort nahmen wir an einem Vortrag teil, in dem die Funktionen und die Arbeitsweise des so wichtigen Organs erklärt wurden. Danach durften wir den Presseraum besuchen und in der beeindruckenden Empfangshalle auch unser Gruppenbild machen.
Doch unsere Reise war noch nicht zu Ende, denn am Nachmittag ging es für einen Teil von uns weiter zur Kanzlei Dolce & Lauda, während die anderen am Vortag bereits bei Pastori und Kollegen gewesen waren.
Bei beiden Kanzleien erhielten wir Einblicke in die Arbeit kleinerer Kanzleien, die sich auf Deutsch-Italienische Rechtsfälle spezialisiert hat. In sehr persönlichen Runden haben wir von den Anwälten erfahren, wie diese Rechtsfälle im Familien-, Arbeits- und Handelsrecht aussehen - und welche Herausforderungen dabei entstehen können.
Nach einem schnellen Abendessen gingen so die zwei Tage zu Ende. Müde, aber zufrieden, saßen wir schließlich im Zug zurück nach Köln.